MPU-Verjährung

An einer MPU müssen Sie nicht zwingend teilnehmen.

Dazu müssen Sie nur eines:

              Warten

Die Anordnung zu einer medizinisch-psychologischen 
Untersuchung 

verjährt erst nach 15 Jahren.

Dabei handelt es sich nicht im eigentlichen Sinn um eine Verjährung, sondern vielmehr um das Entfernen der Einträge aus Ihrer Akte.

Wenn ein Klient nach Entzug der Fahrerlaubnis es nicht schafft, innerhalb von 5 Jahren eine positives Fahreignungsgutachten vorzulegen, dann bleibt der Entzug der Fahrerlaubnis bestehen. Hier hat der Gesetzgeber festgelegt, dass diese 5 Jahre die Zeit die Anlaufhemmung bzw. Tilgungshemmung sind. Anlaufhemmung bzw. Tilgungshemmung bedeutet, dass die Tilgungsfrist erst nach diesen 5 Jahren zu laufen beginnt. Es kommen dann also noch 10 Jahre Tilgung hinzu (Summe: 15 Jahre).

 

 

Mythen über die MPU die Sie kennen sollten

 

Bei der MPU fallen die Meisten durch.

Es ist reine Glücksache die MPU zu bestehen.

 

Etwa 60 % der Betroffenen bestehen die MPU beim ersten Mal. Die Betroffenen, die durchfallen, haben sich zu 80% nicht genügend auf die MPU vorbereitet.

 

Man kann die Antworten auf die Fragen bei der MPU vorher auswendig lernen.

 

Es gibt kein Fragenkatalog zur MPU und noch weniger passende Antworten. Gutachter merken sehr schnell, wenn jemand versucht mit „Wunschantworten“ zu glänzen.

 

Vor der MPU trinkt man sich am besten Mut an oder raucht sich einen Joint um locker zu bleiben (kommt tatsächlich vor).

 

Falls Sie dies machen, sind Sie schon so gut wie durchgefallen. In der MPU werden Alkohol- und Drogentest durchgeführt. Nutzen Sie das Geld lieber für eine gute MPU-Vorbereitung.

 

Für die MPU muss man auf jeden Fall zwölf Monate abstinent leben.

 

Eine zwölfmonatige Abstinenz ist nicht in jedem Fall erforderlich. Wenn Sie noch in der Lage sind, ihren Alkoholkonsum dauerhaft zu reduzieren und kontrolliert mit Alkohol umzugehen, ist keine Abstinenz notwendig. Allerdings wird dies sehr schwierig, wenn Sie mit über 2 Promille gefahren sind.
Bei harten Drogen ist die Abstinenz immer erforderlich.

 

Dem Gutachter bei der MPU kann ich „einen vom Pferd“ erzählen.

 

Vorsicht, die Gutachter kennen die meisten Geschichten vom Pferd. Zudem sind Gutachter darauf geschult sehr schnell zu erkennen, wenn jemand versucht ihnen eine Geschichte zu erzählen. Der wichtigste Ratschlag für das Bestehen der MPU ist „bleiben Sie bei der Wahrheit“!

 

Die teuerste Vorbereitung ist die Beste


Eine gute Vorbereitung auf die MPU muss nicht teuer sein. Die eigene und ehrliche Auseinandersetzung mit den Hintergründen des Führerscheinentzugs und den notwendigen Veränderungen ist viel wesentlicher, als der Preis, den Sie für eine Vorbereitung investieren.
Selbst auf die Bewertungen der Vorbereitungsstellen kann man sich nicht verlassen. Die lassen sich heutzutage kaufen.

 

 

 

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Die notwendigen Einstellungs- und Verhaltensänderungen für die MPU brauchen Zeit


  • Gesagt ist noch nicht gehört

  • Gehört ist noch nicht verstanden

  • Verstanden ist noch nicht einverstanden

  • Einverstanden ist noch nicht gemacht

  • Gemacht ist noch nicht beibehalten

Daher geht man auch bei der MPU davon aus, das die

Einstellungs- und Verhaltensänderung sich mindestens

6 bis 12 Monate lang stabilisiert haben muss.


 Worauf kommt es bei der MPU an?


  • Haben Sie eine gründliche und selbst­kritische Aufarbeitung der verkehrsbezogenen Vorgeschichte und der Voraus­setzungen Ihres Fehlverhaltens geleistet?

  • Haben Sie ein angemessenes Problembewusstsein entwickelt und sich hinreichendes Wissen zum Bereich Alkohol trinken/Drogenkonsum und Fahren angeeignet?

  • Welche Änderungen haben Sie in Ihren Einstellungen, in Ihrem Verhalten sowie in Ihrer allgemeinen Lebensführung erreicht, um einen erneuten unkontrollierten Alkoholkonsum/Drogenkonsum künftig auszuschließen?

  • Sind die von Ihnen eingeleiteten Änderungen hinreichend tragfähig und stabil?

 



Der Führerscheinentzug und die Auflage zur MPU sind keine Strafe sondern eine „vorbeugende Maßnahme“


Das MPU-Gutachten soll die

        „Eignungszweifel“

der 
Straßenverkehrsbehörde  ausräumen.                              


Die Rückfallquoten bei Alkohol am Steuer:

Ca. 1/3 nach 5 Jahren

Ca. ½ nach 10 Jahren


Daher heißt es nicht „im ‚Zweifel für den Angeklagten“ sondern „im Zweifel für den Schutz der Allgemeinheit“


 Mythen über Alkohol


Man verträgt mehr Alkohol nach fettem Essen


Reichhaltiges Essen verzögert zwar die Aufnahme von Alkohol ins Blut, zu guter Letzt kommt der getrunkene Alkohol aber doch dort an und damit im Gehirn.

Wer vor dem Trinken viel und fettreich isst, erreicht also nur, dass die Promille langsamer steigen.

 

Kaffee macht nüchtern


Durch die aufputschende Wirkung des Koffeins fühlt man sich subjektiv frischer. An der eingeschränkten Reaktionsfähigkeit ändert das nichts. Das Gleiche gilt für Energy-Drinks und verschiedene 'Wundermittel", die den Alkoholabbau beschleunigen oder den Kater verhindern sollen.

 

Ein wenig Schlaf macht nüchterner


Alkohol dämpft und betäubt, was dazu führt, dass man unter Alkoholeinfluss leichter einschläft, aber die Schlafqualität erheblich darunter leidet.

Es dauert etwa zehn Stunden, bis ein Promille abgebaut ist. Restalkohol ist gefährlich, so dass man auch am Tag nach hohem Alkoholkonsum das Auto stehen lassen sollte.

Auch im Schlaf wird nicht mehr als 0,1 bis 0,15 Promille pro Stunde abgebaut. Es dauert zehn Stunden, bis man ein Promille sicher abgebaut hat.

 

Bewegung hilft gegen einen Rauschzustand


Den Abbau des Alkohols übernimmt zu 95 Prozent die Leber:

Die maximal 5 Prozent Alkohol, die tatsächlich über die Haut abgegeben werden können, spielen in der Praxis keine Rolle. Auch andere Methoden, wie zum Beispiel eine kalte Dusche, sind wirkungslos.

 

Alkohol hält warm


Alkohol erweitert zwar die Blutgefäße, was zu einem angenehmen Gefühl von Wärme führen kann, doch durch die Erweiterung der Gefäße fließt das warme Blut verstärkt in die Peripherie des Körpers, wo die Wärme an die Umgebung abgegeben wird. Pro 50 Gramm Alkohol (z.B. 2 Fl. Bier) sinkt die Körpertemperatur um ein halbes Grad.

 

Wie Sie bei der MPU durchfallen


 Wie Sie bei der MPU sicher durchfallen:


Wenn Sie unter Alkohol-/Drogeneinfluss zur MPU erscheinen. Nach Aussage von MPU-Gutachtern kommt dies tatsächlich vor.

Wenn Sie die Situation die zur MPU geführt hat verharmlosen (ist doch nichts passiert - waren doch nur drei Bierchen).

Wenn Sie Ihr Konsumverhalten in den Wochen und Monaten vor dem Führerscheinentzug in einer Form schildern (z.B. "habe nur sehr selten mal ein Bier getrunken) das dies nicht zu der Tatsache passt das Sie aufgrund einer hohen Alkoholgewöhnung in der Lage waren mit einem hohen Promillewert ein Auto ohne Unfall und ohne Ausfallerscheinungen zu fahren.

Wenn Sie eigentlich gar nicht wissen, was Sie bei der MPU sollen.

Wenn Sie nicht wiesen, wie Alkohol/Drogen Ihre Fahrfähigkeiten beeinflussen.

Wenn Sie zwar einen Abstinenznachweis vorlegen aber gleichzeitig erklären noch gut mit Alkohol/Drogen umgehen zu können.

Wenn Sie versuchen dem Gutachter Druck zu machen (ohne Führerschein verliere ich meinen Job).

Wenn Sie zwar abstinent leben, aber keinerlei Verhaltensänderungen aufzeigen können.

Wenn Ihnen mögliche Rückfallgefahren nicht bewusst sind.

Dies zeigt sich oft in solchen Aussagen:

"Ich habe eigentlich niemals in meinem Leben viel Alkohol getrunken."

"Die Trunkenheitsfahrt war ein unerklärlicher Ausrutscher."

"Genau wie früher trinke ich immer noch kaum Alkohol."

"Früher habe ich wenig getrunken, jetzt trinke ich gar nichts mehr."

"Früher habe ich zwar viel getrunken, jetzt trinke ich (fast) nichts mehr. Der plötzliche Verzicht auf Alkohol ist
mir sehr leichtgefallen."


Mit dem Entzug Ihres Führerscheins ist Ihre bisherige Fahrberechtigung erloschen. Die Fahrerlaubnis muss von Ihnen neu beantragt werden. Zuständig ist die Führerscheinstelle vor Ort.

Das Gericht hat im Strafverfahren nicht darüber entschieden, ob Sie nach Ablauf der Sperrfrist die Fahrerlaubnis wieder erhalten. Die Sperrfrist bestimmt lediglich, ab wann Ihnen die Führerscheinstelle wieder eine Fahrerlaubnis erteilen darf.

Vor jeder Neuerteilung der Fahrerlaubnis muss die Führerscheinstelle prüfen, ob Sie wieder zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet sind oder ob Bedenken gegen Ihre körperliche, geistige und psychische Eignung bestehen. Bei Eignungszweifeln, insbesondere unter Berücksichtigung aller bekannt gewordenen Verkehrsverstöße (Fahren unter Alkohol und/oder Drogen), kann die Behörde eine Medizinisch-Psychologische-Untersuchung (MPU) bei einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung (BfF) fordern. Sie sollten daher möglichst rasch bei der Führerscheinstelle klären, ob von Ihnen ein MPU-Gutachten gefordert wird.
Ist dies der Fall, sollten Sie direkt mit einer MPU-Vorbereitung beginnen um nicht zu viel Zeit für die Vorbereitung und evtl. notwendigen Abstinenzchecks zu verlieren.


  MPU-Verjährung An einer MPU müssen Sie nicht zwingend teilnehmen. Dazu müssen Sie nur eines:               Warten Die  Anordnung zu ei...